
Gedanken zu werners text „denkfehler“ teil 2,
versuch einer metapher (hinkt vielleicht an manchen stellen)
kein kind mehr
Ich bin mehr als 20 jahre alt und glaube immer noch ein kind zu sein, niemand hat mir gesagt, dass ich erwachsen bin. Ich bin einer derer, die schon davon hörten, dass es so was wie erwachsen sein gibt. ich hab mich dann, obwohl ich nicht wirklich wusste, was es ist, angefangen danach zu sehnen. Als ich das erste mal darauf angesprochen werde, dass ja ich bereits erwachsen bin, kann ich es erst kaum glauben, bin wie geschockt, oh je was jetzt, ich soll kein kind mehr sein, schock, wie soll das denn überhaupt gehen – keine ahnung. Und ich merke es ist wahr, ja ich bin erwachsen. Und obwohl ich es jetzt weiss, ist der glaube ein kind zu sein einfach stärker, ich finde tausend belege dafür, doch immer noch ein kind zu sein. Ich wär ja so gern erwachsen, bin es aber halt nicht. die person, die mich damals darauf angesprochen hat sagt, halte immer wieder von neuem daran fest, dass du schon erwachsen bist, dass du kein kind mehr bist, auch wenn die kinderstimme noch so überzeugend klingt. Die gewohnte denk- und sichtweise zu verlassen, wird alles verändern. Ja, es kann auch schmerzvoll werden, es können ängste aufkommen, bis ich schliesslich die ganze kraft des erwachsenen in mir spüre und geniesse - ohne das kind in mir verleugnen zu müssen. Die über 20jährigen sind für mich keine kinder mehr, ich sehe nur noch glückliche oder unglückliche erwachsene menschen vor mir. Die zeit ein kind zu sein ist vorbei.
Ich bin dabei die gewohnte denk- und sichtweise zu verlassen, und es ist gut jemanden zu kennen, der einem bei zweifel oder angst zur seite steht.
Gut zu wissen, dass ich erwachsen bin.
ps.: jeder über 20 ist erwachsen, ob er davon schon gehört hat oder nicht. auch ob er sich wie ein kind fühlt oder sich wie ein kind verhält spielt keine rolle für diese tatsache.
:-)
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